Im Workshop "Watched!" arbeiten wir an der Schnittstelle zwischen Film, Theater, Live-Art und Performance. Überwachungskameras bieten hierfür den Ausgangspunkt unserer Annäherung. Als unermüdliche Augen sind sie die Beobachter unseres Alltags: Ob an Bahnhöfen, in Fußgängerzonen, in Gebäuden oder auf politischen Demonstrationen – Überwachungsbilder vermessen unseren Lebensraum. Als Live-Bild zeigt das Überwachungsbild nicht einfach Alltag, sondern versetzt ihn in einen Zustand ständiger Aufführung: So können wir nicht entscheiden, ob wir ein gewöhnliches Geschehen sehen oder ein Verhalten, das erst durch die Kamera zur Performance wird.
Verschiedene Überwachungssysteme bieten eine breite Palette an Möglichkeiten, um mit ihnen künstlerisch zu arbeiten: großformatige Video-Walls wie in Bahnhöfen oder Überwachungszentren, Bodycams und Helmkameras, wie sie beispielsweise von der Polizei eingesetzt werden, sowie Möglichkeiten der digitalen Videoverarbeitung.
Ein Kartenspiel bildet die Basis dieses Workshops. Auf Grundlage der gezogenen Karten erarbeiten die Schüler:innen ein Script und stellen ihre Arbeitsplätze aus Überwachungskameras, Monitoren, Videowalls, Beamern und Videomixern zusammen. Dabei stehen ihnen Dozent:innen aus Kunst, Fotografie, Film und Schauspiel zur Seite, welche mit ihnen zusammen die Projekte erarbeiten.
Geeignet u. a. für die Unterrichtsfächer: Kunst, Politik, Sozialwissenschaften, Medienkunde, Informatik